REHBOCK
An diesem Morgen setzte ich mich früh und gut getarnt an den Waldrand. Vor mir lag das Belpmoos noch im Nebel. Nach einer Weile tauchte darin ein Rehbock auf. Zuerst sah ich fast nur seine Umrisse. Er äste ruhig, hob zwischendurch den Kopf und verschwand immer wieder ein wenig im Grau der Wiese.
Ich blieb sitzen und konnte ihn längere Zeit beobachten. Irgendwann setzte er sich in Bewegung und zog mit ein paar weiten Sätzen davon. Mir gefällt an dieser Serie gerade dieser Wechsel, zuerst die Ruhe im Nebel, dann die plötzliche Bewegung.
Solche Begegnungen lassen sich nicht planen. Manchmal lohnt es sich einfach, gut getarnt am Waldrand zu sitzen und geduldig zu warten. Dass mir der Rehbock ausgerechnet an meinem Geburtstag vor die Linse kam, machte diesen Morgen noch etwas schöner.
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